Gemeinde Jembke
Bereits 844 wurde ein Ort mit dem Namen Lianbeke in einer Urkunde im Kloster Corvey erwähnt. Es wird davon ausgegangen, dass es sich um das heutige Dorf Jembke handelt. Der Ort Jembke war seit seiner Gründung bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts eine von der Landwirtschaft geprägte Ansiedlung und stand bis zur Bauernbefreiung - Mitte des 19. Jahrhunderts - in Abhängigkeit verschiedener Lehnsherren.
Als erster Lehnsherr ist das Bistum Magdeburg bekannt, welches das Lehen, der Ort Jembke, an den Grafen von Woldenberg vergab. Dieser übertrug das Lehen an die Ritter, die Gebrüder von Campe. Es ist urkundlich belegt, dass die Ritter von Campe im Jahre 1339 den Ort Jembke für 40 Silbertaler an den Ritter von Mahrenholz verkauften.
Im Jahre 1448 übertrug dieser dann die Lehnsrechte an den Grafen Günter von Bartensleben. Das Geschlecht der von Bartensleben blieb im 18. Jahrhundert ohne männliche Erben. Der Graf von der Schulenburg heiratete im Jahre 1742 die Erbtochter von Bartensleben und übernahm somit die Lehnsrechte. Das Geschlecht derer von Schulenburg blieb bis zur Bauernbefreiung - dem Vertrag über die Ablösung im Jahre 1859 - Lehnsherr des Dorfes Jembke.
Der im Schriftverkehr gebrauchte Ortsname hat sich im Verlauf der Jahrhunderte mehrfach, aber fast gleich klingend, verändert: Vom früheren Lianbeke über Jemeke, Geimike und Jeimke zum heutigen Jembke.
Nach dem Vollzug der Ablöse im Jahre 1859 konnten nun die Bauern ihre Arbeitskraft zum eigenen Nutzen verwerten. Es vollzog sich ein spürbarer fortschrittlicher Wandel auf breiter Ebene. Jeder strebte danach, die Früchte seiner Arbeit in Eigentum umzusetzen. Auch im Handwerk und Gewerbe machte sich der Aufschwung verstärkt bemerkbar. Die Landwirtschaft blieb aber bis in die 1950er Jahre der bedeutendste Erwerbszweig.
In der Folgezeit veränderte sich die Erwerbsgrundlage, bedingt durch das Aufblühen des Volkswagenwerkes und der fortschreitenden Mechanisierung.
Der Ort Jembke war bereits vor dem Jahre 1000 mit einer Kapelle versehen. Im 12. Jahrhundert wurde die St.-Georgs-Kirche erbaut und war jahrhundertelang die einzige Kirche im Boldecker Land. Jembke war Kirchdorf für die um Jembke herum liegenden Ortschaften.
In der Neuzeit entwickelte sich Jembke zu einem modernen Dorf mit einer guten Infrastruktur.
Hauptsehenswürdigkeit ist die um ca. 1190 erbaute St.-Georgs-Kirche im Ortskern Jembkes.
Das Wappen
Beschreibung: In Silber ein nach unten gerichtetes, grünes Lindblatt, belegt mit einem silbernen Ring, der nach oben offen ist.
Begründung: Im Ortsbereich Jembke gibt es 7 Lindenbäume, die als Naturdenkmale gelten. Der "Uhlenboom" ist die bekannteste unter ihnen. Dieser Baum spielt in Ortssagen und Erzählungen eine besondere Rolle. Mit der grünen Farbe wird auf die Landwirtschaft hingewiesen. In der Gemeindebeschreibung des Landkreises Gifhorn heißt es: "12 oder 13 Ackerleute und die Pfarre liegen in geschlossener Rundform mit Sektorenwiesen um einen ziemlich großen Platz, der Kirche und (einst) Friedhof trägt, so dass Jembke als großer Rundling zu bezeichnen ist von ursprünglich wahrscheinlich 12 Vollhöfen." Der nach oben offene Ring, das Zeichen für Rundlinge auf Landkarten, soll diese ursprüngliche Ortslage kennzeichnen und an sie erinnern.

Bürgermeister der Gemeinde Jembke:
Lars Riemenschneider
Sprechzeit im Gemeindebüro:
Montag, 16:00 - 19:00 Uhr
Gemeindebüro:
Schulstraße 8, 38477 Jembke
Tel. 05366/7920
E-Mail verwaltung@gemeinde-jembke.de
Öffnungszeiten:
Montag, 15:00 - 19:00 Uhr
Donnerstag, 9:00 - 12:00 Uhr






