Wärmebildkamera für die Feuerwehr Jembke
Finanziert durch eine Spendenaktion, zu der auch die Gemeinde 1000 Euro beisteuerte
Mit einem Aufruf an die Jembker Bevölkerung startete die Feuerwehrkameradschaft Jembke e.V. den Versuch, mit Hilfe von Spenden eine Wärmebildkamera für die Freiwillige Feuerwehr des Ortes anzuschaffen. „Das Ergebnis war überaus positiv!“, zieht der Vereinsvorsitzende des Kameradschaftsvereins und Ortsbrandmeister Reiner Wegner jetzt Bilanz.
Bürgermeister Lars Riemenschneider, Stellvertr. Ortsbrandmeister Klaus Krökel, Ortsbrandmeister Reiner Wegner, Atemschutzwart Robin Jung, Kultur- und Vereinsausschussvorsitzender Arthur Eistetter bei der Übergabe der Spende© FF Jembke/Thomas Fitz
Er bedankt sich im Namen der Feuerwehrkameradschaft ausdrücklich für die unerwartet große Unterstützung aus den Reihen der Jembker. Neben der Jembker Bevölkerung beteiligten sich auch verschiedene ortsansässige Betriebe, Firmen und Praxen an der Spendenaktion. Die Spendenbereitschaft war so groß, dass sogar eine höherwertigere Kamera beschafft werden konnte, als anfangs angedacht.
Wärmebildkameras (WBK) werden inzwischen verstärkt im Feuerwehrwesen eingesetzt. Sie können bei der ersten Lagebeurteilung von außen zum Beispiel an Gebäuden bei Gebäudebränden und Maschinenbränden (Mähdrescher) eingesetzt werden, um einen Löschangriff gezielter und effizienter durchführen zu können. Nach einem Verkehrsunfall kann die Umgebung mit Hilfe der Kamera - gerade bei Dunkelheit - nach weiteren Beteiligten gründlich abgesucht werden.
Bei der Erkennung von Flüssigkeitsständen (Chemikalien) in Behältern oder der Nachsuche nach Glutnestern in Gebäuden sowie bei Waldbränden sind diese Kameras ebenfalls hilfreich. Eine Wärmebildkamera verbessert und erleichtert das Vorgehen der Angriffstrupps bei der Brandbekämpfung im Innenangriff zur Eigensicherung und bei der Personensuche und Personenrettung.
Teilweise müssen heute noch Feuerwehrleute die Räume kriechend absuchen. Sie ertasten sich ihren Weg durch sichtbehindernden Rauch, um Personen aufzufinden. Viel Zeit geht dabei verloren. Durch den Einsatz einer WBK ist ein Stück weit das „Sehen“ zurückgewonnen, der Raum kann viel schneller überblickt werden und die Zeit für das Finden von zu rettenden Personen reduziert sich enorm.
Auch die Gemeinde Jembke übergab dem Feuerwehrverein einen Teil aus der Spende des „Adventszaubers“ in Höhe von 1.000 Euro. Somit konnte die Freiwillige Feuerwehr Jembke eine Wärmebildkamera der Firma Flir (K55) anschaffen, die die künftigen Einsätze ganz sicher erleichtern wird.
Text und Foto: Thomas Fitz, FF Jembke





